Nicht vergessen: „Wild Things“ am Montag, 26.02. im Gemeindehaus an der Münsterkirche

Die „Wild Things“ aus Enger widmen sich bei ihrem zweiten Gastspiel in Herford einem verbreiteten Phänomen, das vielen Zeitgenossen Sorgen bereitet: der Vergesslichkeit.
Die vier Vorleser Horst Chudzicki, Christoph Wind, Tobin Wittemeier und Ulrike Kindermann lassen sich aber von Schreckensvisionen wie Demenz keine Angst machen. Sie verfügen mittlerweile über mehrere Jahre Erfahrung mit dem gewitzten Komponieren von Textcollagen und deren Vortrag. Und sie finden: Alzheimer kann sein, muss aber nicht.
Diesmal erinnern sie sich wahrscheinlich an Literaturstückchen, in denen das Thema des Tages besonders gewürdigt wird. Sie lassen vergessliche Schriftsteller zu Wort kommen. Und sie graben alltägliche Schusseligkeiten aus. Spannung entsteht dabei durch geschickte Wechsel zwischen nachdenklich stimmenden Schnipseln und reichlich Anlass zur Heiterkeit.
Die „Wild Things“ vergessen nicht, dass Vergessen nicht nur lästig oder bedrohlich sein kann, sondern oft auch erleichternd und sogar hilfreich und gesund, wenn eine Erinnerung allzu große Belastungen mit sich bringt.
Alzheimer darf man also erstmal vergessen – nur nicht den Weg zum Gemeindehaus am Münster und den Zeitpunkt:
Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr am Montag, 26. Februar. Karten gibt es vorab im Gemeindebüro und an der Abendkasse.