Johanniskirche bis Weihnachten geschlossen

Die St. Johanniskirche ist die einzige Herforder Kirche, die noch einen mittelalterlichen Bestand an Glasmalerei hat. Dabei ist das älteste Fenster aus der Zeit um 1320. Um 1900 wurden die alten Fenster restauriert und im südlichen Seitenschiff von dem bedeutenden Glasrestaurator Fritz Geiges ergänzt. Diese Ornamentfenster gehen auf mittelalterliche Vorbilder zurück, die sich im Chorfenster befinden und im 14. Jahrhundert entstanden sind. Es lässt sich auch nicht ausschließen, dass Geiges den restlichen Altbestand in die neu geschaffenen Langhausfenster integrierte, dort also heute noch mittelalterliche Gläser vorhanden sind. Alle Fenster bestehen aus mundgeblasenem Echt-Antikglas und weisen Schwarzlotbemalungen auf. Diese Ornamentfenster sind in besonderem Maße schützenswert. Es ist ein großes Glück, dass sie im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden und verloren gegangen sind.

Nun hat im September 2018 das Sachverständigenbüro Dr. Ivo Rauch die Fenster geprüft und festgestellt. dass der Zahn der Zeit nicht spurlos an den Fenstern vorübergegangen ist und es dringend notwendig wird, etwas zu tun. Deswegen haben wir Förderanträge gestellt und inzwischen einen Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung bekommen. Somit steht einer Restaurierung und Anbringung einer Schutzverglasung nichts mehr im Wege. Die Arbeiten haben jetzt begonnen und werden noch in diesem Jahr rechtzeitig zum Weihnachtsfest abgeschlossen werden.

Daher ist die Johanniskirche bis Weihnachten geschlossen. Die Samstagsabendgottesdienste sind in die Jakobikirche verlegt.