Erster Herforder Stiftstag geplant

Der Herforder Geschichtsverein beschäftigt sich im von der Europäischen Union ausgerufenen Jahr des europäischen Kulturerbes 2018 „sharing heritage“ mit der Bedeutung der mittelalterlichen Frauenstifte für die europäische Kultur. In Herford entstand bekanntlich um 800 das erste christliche Frauenstift im nordwestdeutschen Raum. Dazu führt der Geschichtsverein eine Reihe von Veranstaltungen durch, in deren Zentrum der Herforder Stiftstag am 7./8. und 9. September 2018 steht. Gemeinsam mit vielen Partner-Organisationen wollen wir zum Tag des Denkmals an die in Forschung und Erinnerungskultur oft verkannte und verdrängte Bedeutung der Frauenstifte in Europa erinnern und sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

Als Auftakt ist am Freitag eine große Veranstaltung in der Münsterkirche mit dem Archäologen, Museumsleiter und TV-Geschichtsexperten Prof. Dr. Matthias Wemhoff vorgesehen, der zwischen 1988 und 1990 die große archäologische Erfassung des Herforder Frauenstifts geleitet hat. Am Samstag werden im Anschluss an das Marktgeschehen Ausstellungen, Führungen, Filme, Vorführungen, Info-Stände, Mitmach-Aktionen ins Thema einführen. Dabei werden vor allem auch Kundschafter, die von Herforder Schulen aus nach Frankreich, England und Island gefahren sind, um alte Herforder Verbindungen zu erkunden, ihre Ergebnisse präsentieren. Der Sonntag wird mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Münsterkirche eröffnet, in dem die Big Band des Friedrichs-Gymnasiums spielen wird. Im Anschluss daran wird der Stifts-Markt fortgesetzt. Den Abschluss bildet ein Konzert, das zugleich Abschluss des Herforder Orgelsommers ist.