An(ge)dacht zum 4. Sonntag im Advent am 20.12.2020

zu 1. Mose 18,1-18

von Pfr. Albert Purba

Lachen Mit Gott

Es ist wirklich schwer, nicht zu lachen, wenn wir uns in einer witzigen Situation befinden oder einen Witz hören. Nicht viele Menschen sind dabei erfolgreich, dann nicht zu lachen. Vor einigen Jahren gab es in Indonesien eine Fernsehsendung, bei der das Lachen zurückgehalten werden sollte. Aber in der Sendung werden die Teilnehmer mit Witzen konfrontiert, die von einem Komiker geliefert werden, der sich manchmal albern verhält. Die Person, die das Lachen zurückhalten kann, gewinnt und wird mit einem großen Preis belohnt. Aber nicht selten kann niemand den Preis gewinnen, weil er von der Lächerlichkeit des Komikers zum Lachen verführt wurde.

In meiner Kirche wird ein Pastor, der predigen und manchmal humorvolle Geschichten erzählen kann, der Lieblingspastor sein. Er wird viele Einladungen erhalten, um Vorträge oder Predigten bei verschiedenen Gelegenheit und in verschiedenen Gemeinden zu halten. Und Pastoren, die flach predigen, obwohl ihre Predigten mit guten, grundlegenden theologischen Botschaften gefüllt sind, bekommen solche Einladungen zu predigten mit geringerer Wahrscheinlichkeit. Mitglieder der Gemeinde sagen, dass es für sie einfacher ist, die Botschaft des Evangeliums zu verstehen, wenn ihr Gehirn 30 oder 45 Minuten lang Predigten hört und ihr Gehirn nicht nur mit theologischen Begriffen gefüllt ist, sondern gelegentlich auch durch Humor erfrischt wird.

Menschen sind Wesen, die mit verschiedenen Formen von Emotionen ausgestattet sind. Eines davon ist das Lachen als Ausdruck des Körpers, wenn unser Nervensystem durch etwas stimuliert wird, das uns lustig macht. Lachen entspannt die Nerven und stimuliert die Produktion von Endorphinen, die uns ein ruhiges und angenehmes Gefühl geben. Die Gesichts- und Bauchmuskeln bewegen sich.

Aber es ist nicht nur Humor, dass die Leute lachen. Es könnte an geistiger Unvorbereitetheit liegen, eine Tatsache oder eine Nachricht zu akzeptieren. In dieser Hinsicht ist Sarah, Abrahams Frau, ein klares Beispiel. Sie lachte, als sie die Nachricht hörte, dass sie gebären würde, obwohl sie ihre Periode nicht mehr hatte. Sara, die schon sehr alt ist, weiß, dass keine Frau wie sie wieder gebären kann. Ihre Erfahrung und ihr gesunder Menschenverstand bestritten die Nachricht der Engel Gottes, die sie besuchten. Ist das nicht der Grund, warum Sie Abraham gesagt hatte, er solle Hagar als Frau nehmen?

Er hat eine Lösung für sein Problem gefunden. Seine brillante Idee rettete Abraham vor dem Aussterben, weil er durch Hagar bereits ein Kind bekommen hatte und seinen Familiennamen vererben und weiterführen würde. Also lachte sie natürlich, denn was sie und ihr Mann getan hatten, war genug. Sie hat ihr Schicksal als unfruchtbare Frau akzeptiert.

Wir können uns Saras Gedanken vorstellen, die das Gefühl haben, dass etwas mit der Botschaft des Engels nicht stimmt. Für sie ist die Botschaft lächerlich und absurd. Saras Haltung ist das Gegenteil von dem, was Maria zeigt. Als die junge Frau die Nachricht erhielt, dass sie gebären würde, fragte sie den Engel und nachdem sie eine Erklärung erhalten hatte, sagte sie: ,Ich bin eine Dienerin Gottes, sei mit mir nach deinen Worten!‘

Advent und sogar Weinachten sind Gottes Initiative. Wenn die Menschen Gottes Absicht und Offenbarung nicht verstehen, eröffnet er neue Möglichkeiten, indem er menschlich ist. Er stellte sich vor, hat ein menschliches Gesicht und einen menschlichen Körper. Er hat einen Namen. Er hat eine Familie auf eine einzigartige Art und Weise, die laut Biologie sehr unmöglich ist, weil Gott nicht durch biologische Beziehungen präsent ist. Gott ist gegenwärtig durch theologische Handlungen.

Die Weihnachtsgeschichte klingt absurd, nicht nur für unsere wissenschaftlich denkende Welt, sondern für alle Menschen an allen Orten und in jedem Alter. Aber ich denke manchmal auch, dass Weihnachten Gottes Art ist, Menschen mit ihrem Intellekt auszulachen. Denn wenn wir nur einen Weg kennen, arbeitet er auf verschiedene Weise und es stellt sich heraus, dass dieser Weg über das hinausgeht, was wir erwarten können.

Wenn wir einen Schritt machen und versuchen, Gottes Denkweise zu folgen, werden wir vielleicht zu dem Schluss kommen, dass mit Ihm immer neue Möglichkeiten vor uns liegen. Oder vielleicht ist Weihnachten Gottes Art, uns zum Lachen einzuladen, über die Oberflächlichkeit unseres Glaubens und unserer Verletzlichkeit zu lachen, wenn eine Bedrohung wie Covid-19 die Welt mit unglaublicher Geschwindigkeit trifft.

Mit dieser Überzeugung bewegen wir uns in Richtung der Weihnachtsfeier 2020, die sich von den Vorjahren unterscheidet. Frohe Weinachten! Kommen Sie gut, munter und hoffnungsvoll durch dieser schweren Zeiten!

Ihr/Euer Pfarrer,

Albert Purba